Reicher um alles Verlorene...
Wie soll man das anstellen?
Diesem Schmerz, der alles andere überschattet einen Sinn geben?
1996 habe ich mir diese Frage auch gestellt. Nachdem mein ältester Sohn,
Sebastian nach viereinhalbjähriger Behandlung an einem Neuroblastom;
einer Krebserkrankung gestorben ist.
Durch Zufall las ich von R. Moody und seinen Untersuchungen zu Nahtoderlebnissen.
Ich bestellte mir sein erstes Buch, das heute zu den Pionierarbeiten zu diesem Thema
zählt. Die Erlebnisse, die dort von Menschen mit Nahtoderlebnissen geschildert
wurden, faszinierten mich. Wie in einer Sucht, versuchte ich, so viel wie möglich
über dieses Thema zu erfahren und fand Trost darin.
Nach der Lektüre vieler sachverwandter Bücher begann ich selbst meine
Gedanken zur Trauer, zum Tod, zum Weiterleben nach dem Tod und zur Bewätigung
der Trauer aufzuschreiben. Es entstand "Trauer lindern - Hoffnung gewinnen."
Diese Zeit der Auseinandersetzung war eine sehr intensive Zeit, die mich auch "fühlen" ließ,
dass es noch mehr gibt, als das, was wir im Alltag als normal ansehen. Heute bin ich mir sicher,
Sebastian immer um mich zu haben und in schwierigen Situationen nie alleine zu sein.
Die Trauer hört nie wirklich auf, aber es ist möglich, ein gutes Leben zu führen,
eines, dass trotz oder mit der Trauer würdevoll genug ist, um den Alltag wieder zu meistern
und darüber hinaus auch wieder Lebensfreude zu erfahren. Und das ist dann ein Geschenk
an unsere Verstorbenen, dort hinter der Grenze.
Seite erstellt:19.01.2004
aktualisiert am 05.03.2009