Besondere Erlebnisse
im Umfeld des Sterbens


 
 

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Auszug aus Trauer lindern - Hoffnung gewinnen

 

 

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In "Trauer lindern - Hoffnung gewinnen" habe ich festgehalten,
wie mir die geschilderten Erfahrungen anderer Menschen geholfen haben,
meine Trauer zu verarbeiten.

Dazu zählen nicht nur die sogenannten

  • Nahtoderfahrungen.

    Ganz ähnliche Erfahrungen haben auch Menschen zu berichten

  • die nahestehende Personen zum Tod begleitet haben.

    Sie können manchmal berichten, wie sich die Sterbenden ganz
    unerwartet verhalten haben, vielleicht verstorbene Verwandte sahen
    und sprachen, die auch bereits ein "Licht" sehen konnten oder den Ort,
    an den sie gehen würden. Sie wurden ganz entspannt und sahen
    unerwartet glücklich aus.
    Auszug aus "Zum Licht von Morse und Perry":
    Eine Patientin [...]kam zu mir, um mir von der Todesvision ihrer Mutter
    zu erzählen. Diese Vision hatte eine heilsame Wirkung auf die verzweifelte
    Familie gehabt, die durch den nur ein Jahr zurückliegenden Tod des Sohnes
    völlig zermürbt war. Sie erzählte:
    Im Jahr 1979 starb unser Sohn Tom mit zehn Jahren an Leukämie. Etwa
    ein Jahr später erkrankte meine Mutter sehr schwer an Krebs und musste in
    einem Pflegeheim untergebracht werden. Dort besuchten wir sie jeden Tag.
    Als wir eines Tages in ihr Zimmer traten, sprach sie mit jemanden. Sie schaute
    auf diesen Besucher, als ob er neben ihr stünde, aber wir konnten niemanden
    sehen. "Mit wem sprichst du?" fragte ich. "Ich spreche mit Tom", erwiderte sie.
    Im Laufe der nächsten zwei Wochen führte meine Mutter nicht nur mit
    Tom, sondern auch mit ihrer verstorbenen Mutter und ihrer Schwester lange
    Gespräche. Alle drei besuchten sie in den Stunden bevor sie starb.
    Für uns war es eine Erleichterung, weil es ihr half, zu sterben.
    Aber auch wir konnten ihren Tod nun besser verkraften.

    Im gleichen Sinne erleben verwaiste Angehörige, dass sich

  • geliebte Personen kurze Zeit nach ihrem Tod verabschieden.
    Manchmal werden die Verstorbenen gesehen, manchmal nur
    gehört, manchmal auch nur gespürt. So habe ich an einem Morgen
    kurz nach Sebastians Tod im Wachwerden sehr sehr deutlich und
    wirklich gespürt, wie er sich mit einem Kuss von mir verabschiedet
    hat. Gern hätte ich natürlich noch mehr von diesem Erlebnis gehabt,
    immer wieder habe ich mir gewünscht, ihn auch einmal sehen oder
    hören zu können. Das ist mir bis heute leider nicht widerfahren.

    Gleich ein ganzes Buch darüber haben Bill und Judy Guggenheim geschrieben:
    Trost aus dem Jenseits. Darin haben sie den Begriff des Nachtodkontakt geprägt.
    Lesen hier einen ihrer Berichte:

    "Zehn Tage nach dem Tod meines Sohnes erschien in meinem Schlafzimmer
    ein Licht. Ich sah Brads Gesicht, seine Augen und sein Lächeln und alles
    umgeben von Licht. Ich wollte zu ihm und streckte die Arme nach ihm aus.
    Brad sagte: 'Mama, es geht mir gut.' Ich wußte, daß er das sagte, es drang direkt
    in meine Gedanken ein. Ich sagte: 'Mein Sohn, ich möchte bei dir sein.'
    Er schüttelte lächelnd den Kopf und sagte: 'Nein, deine Zeit ist noch
    nicht gekommen, Mama.' Er sah friedlich und glücklich aus, als er wieder ging.
    Danach drehte ich mich beruhigt auf die Seite und schlief, wie ich seit Brads Tod
    nicht mehr geschlafen hatte.

    Wer hat also ähnliche Erfahrungen gemacht und mag mich daran
    teilnehmen lassen?
    Wer hat einen Sterbenden begleitet und miterlebt, bzw.
    mitgeteilt bekommen, was dieser sah?
    Wer hatte Kontakt mit einem Verstorbenen?
    Wer hatte vielleicht selbst schon ein Nah-Tod-Erlebnis?

    Persönlich würde ich mich über jede Zuschrift
    freuen, aber wenn ich solch ein Erlebnis an dieser Stelle veröffentlichen
    dürfte, wäre dies sicher auch hilfreich für viele verwaiste Eltern.

    per e-mail berichten

    Der Tod der Geliebten


    Er wußte nur vom Tod was alle wissen:

    daß er uns nimmt und in das Stumme stößt.

    Als aber sie, nicht von ihm fortgerissen,

    nein, leis aus seinen Augen ausgelöst,


    hinüberglitt zu unbekannten Schatten, und als er fühlte,

    daß sie drüben nun

    wie einen Mond ihr Mädchenlächeln hatten

    und ihre Weise wohlzutun:


    da wurden ihm die Toten so bekannt,

    als wäre er durch sie mit einem jeden

    ganz nah verwandt; er ließ die andern reden


    und glaubte nicht und nannte jenes Land

    das gutgelegene, das immersüße-

    Und tastete es ab für ihre Füße.


    Rainer Maria Rilke

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